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(He) 26. Januar 2010
Schader-Preis 2010 geht an Professor Wolf Lepenies
Ausgezeichnet wird der renommierte Soziologe, der vermittelt und sich einmischt
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Wolf Lepenies - Träger des diesjährigen Schader-Preises.
Foto:www.wdr.de |
Mit dem Schader-Preis zeichnet die in Darmstadt ansässige Schader-Stiftung
Gesellschaftswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus, die durch
ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr öffentliches Wirken wichtige
Beiträge für die Lösung gesellschaftlicher Probleme geleistet haben.
Der Preisträger Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Lepenies erfüllt diese Anforderungen in ganz besonderem Maße. Er ist, so die Pressemeldung der Schader Stiftung, einer der wenigen deutschen Wissenschaftler, die zwischen Wissenschaft und gesellschaftlicher Einmischung in Fragen der Zivilgesellschaft keine Trennung vornehmen.
Lepenies lässt sich nicht einer Kategorie zuordnen: er ist Soziologe, aber
auch Historiker, Wissenschaftler, aber auch ein begnadeter Essayist, er kombiniert
Ernsthaftigkeit und Ironie, Sachverstand und Leichtigkeit, und er ist vor allem auch ein
Vermittler zwischen verschiedenen Kulturen und Disziplinen.
Von 1986 bis 2001 war Wolf Lepenies Leiter des Wissenschaftskollegs zu Berlin und hat
in dieser Funktion maßgeblich dazu beigetragen, dass Menschen aus unterschiedlichen
Disziplinen und Regionen der Welt in einen Dialog treten und gegenseitig voneinander
lernen konnten.
Das in Berlin erprobte Modell eines interkulturellen und interdisziplinären
Austausches hat Wolf Lepenies nach 1989 in andere Länder getragen: so war er als
Initiator am Aufbau von Kollegs in vielen anderen Staaten beteiligt wie z.B. in Ungarn,
Rumänien und Mali, um nur einige zu erwähnen.
„Wolf Lepenies ist eine Ausnahmeerscheinung – als Wissenschaftler, Kulturpolitiker und als Person. Die Schader-Stiftung ist deshalb besonders stolz darauf, dass sie ihm im Mai 2010 den Preis überreichen darf“, erklärte der Vorsitzende der Preisjury und des Kuratoriums der Stiftung, Staatssekretär a.D. Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard zu der Entscheidung.
Wolf Lepenies ist ein „handelnder Intellektueller“ – ein Soziologie, der für seine
wissenschaftlichen Arbeiten viele Auszeichnungen erhalten hat und für seine
„Einmischung“ unter anderem mit dem Theodor-Heuss-Preis (2000) und dem
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2006) geehrt wurde.
Der Schader-Preis wird jährlich von der Schader-Stiftung verliehen und ist mit 15.000
Euro dotiert. Preisgericht ist das Kuratorium der Stiftung. Zu den bisherigen Preisträgern
zählen unter anderem Lord Ralf Dahrendorf (2009), Klaus von Beyme (2008), Franz-Xaver Kaufmann (2007), Gesine Schwan (2006), Ulrich Beck (2005), Bernd Raffelhüschen
(2004), Hartmut Häußermann und Walter Siebel (2003), Fritz W. Scharpf (2002), Peter
Graf Kielmansegg (2001), Meinhard Miegel (2000) und Renate Mayntz (1999).
Die Darmstädter Schader-Stiftung fördert die Gesellschaftswissenschaften und deren
Dialog mit der Praxis durch eigene Projekte oder Vorhaben, die sie mit anderen
Einrichtungen im Netzwerk betreibt
Der Preis wird bei einem Festakt im Mai 2010 verliehen. Die diesjährige
Verleihung des Schader-Preises an Professor Wolf Lepenies steht im
Zeichen des zwanzigjährigen Stiftungsjubiläums zusammen mit der
feierlichen Eröffnung des Schader-Forums.
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